Ein ranghoher Beamter sprach von Subventionen an das Unternehmen in Milliardenhöhe. Es war demnach Teil eines Bieterkonsortiums, das mittlerweile zugesagt habe, Portugal CRCC durch einen polnischen Hersteller zu ersetzen, der keine wettbewerbsverzerrenden ausländischen Subventionen erhalten habe.
Die Lissabonner Metrobetreiber dürfe nun mit der Vergabe des Vertrags für Bau und Planung der neuen U-Bahn-Linie «Violet» fortfahren, teilte die Kommission mit. Die Entscheidung und Prüfung der Angebote liege beim Betreiber.
Die «Linha Violeta» ist eine neue, überwiegend oberirdisch verlaufende Stadtbahnlinie zwischen Odivelas und Loures im Norden der Metropolregion Lissabon. Das Projekt ist als Erweiterung der bestehenden Anbindung gedacht, soll etwa 11,5 Kilometer lang sein und 17 Stationen haben. Ob der ursprünglich für die zweite Jahreshälfte geplante Termin für die Fertigstellung eingehalten werden kann, war unklar.
Die chinesische Handelskammer bei der EU äusserte «ernsthafte Besorgnis» über die Entscheidung. Die Beteiligung des betroffenen chinesischen Unternehmens sei so gering, dass es üblicherweise nicht untersucht worden wäre, kritisierte die Handelsvertretung in einer Mitteilung. Wiederholt seien zudem äusserst kurze Fristen gesetzt worden. Sie warf der EU vor, chinesische Unternehmen de facto zu diskriminieren./wea/DP/he
(AWP)
