Es ist demnach die zweite von drei Zahlungen im Rahmen eines Darlehens von insgesamt vier Milliarden Euro. Die erste Milliarde überwies Brüssel im Januar. Kairo hat laut Vereinbarung 35 Jahre Zeit, das Geld zurückzuzahlen.

Das von der EU zur Verfügung gestellte Geld ist an Auflagen geknüpft, die Ägypten erfüllt habe. Dazu gehören wirtschaftspolitische Massnahme sowie glaubwürdige Schritte zu mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Viele Flüchtlinge in Ägypten wollen in die EU

Die Kredite sind Teil einer strategischen Partnerschaft, die die EU im März 2024 mit Ägypten geschlossen hatte. Angesichts damals steigender Flüchtlingszahlen wollte man die Zusammenarbeit mit dem Land erheblich ausbauen.

Ägypten beherbergt nach Angaben der Vereinten Nationen derzeit etwa eine Million Flüchtlinge aus Krisenländern, die teilweise versuchen, über das Mittelmeer in die EU zu gelangen. Zudem kommen in Europa auch immer wieder Ägypter an, die ihre Heimat auf der Suche nach einer besseren wirtschaftlichen Perspektive verlassen.

Menschenrechtler kritisieren Kooperation

Menschenrechtler hatten die Zusammenarbeit der EU mit Ägypten in der Vergangenheit verurteilt. Die Unterdrückung kritischer Stimmen unter dem ägyptischen Präsident Abdel Fattah al-Sisi halte an - daran ändere auch die Kooperation mit Brüssel kaum etwas, hatten Human Rights Watch und andere Organisationen kritisiert./tre/DP/jha

(AWP)