Fast 99 Prozent der armenischen Obst-, Gemüse- und Pflanzenexporte könnten so nach Europa statt nach Russland geliefert werden, ausserdem erhielten mehr als 90 Prozent der armenischen Getränke- und Spirituosenexporte Zugang zum EU-Binnenmarkt, so von der Leyen weiter. Die EU-Länder und das Europaparlament müssen für den Vorstoss noch grünes Licht geben.

EU-Angaben von 2023 zufolge stiegen die Ausfuhren Armeniens in die EU in den vergangenen Jahren auf zuletzt durchschnittlich knapp 400 Millionen Euro.

EU und Armenien wollen enger zusammenarbeiten

Anfang Juni hatte die EU-Kommission bereits angekündigt, dem Land 52 Millionen Euro dafür bereitzustellen, seine Handelsbeziehungen zu diversifizieren.

Die Südkaukasusrepublik Armenien grenzt an die Türkei, Georgien, den Iran sowie Aserbaidschan und strebt seit einiger Zeit in Richtung EU. Früher war sie enger Bündnispartner Moskaus. Die EU ist ein wichtiger Partner Armeniens, etwa für Handel und Investitionen, schon seit 2021 ist ein Partnerschaftsabkommen in Kraft.

Die EU hat ein geostrategisches Interesse, Länder wie Armenien an sich zu binden. Zwar schwindet Russlands Einfluss im Südkaukasus, aber auch die USA unter Präsident Donald Trump treiben Initiativen voran./rdz/DP/jha

(AWP)