Ziel ist unter anderem auch, dass langfristig etwa mehr günstiger Wind- und Solarstrom dort ankommen soll, wo er gebraucht wird - und so Preisschwankungen und regionale Preisunterschiede verringert werden. Ausserdem soll das Energiesystem nach Willen der EU-Länder widerstandsfähiger und besser gegen physische sowie Cyber-Angriffe abgesichert werden.
Europas Stromnetze seien grundsätzlich das grösste Hindernis für die EU, die Energiepreise zu senken, zu dekarbonisieren und unabhängiger zu werden, sagte EU-Energiekommissar Dan Jørgensen. Es werde viel Energie erzeugt, die darauf warte, ans Netz zu gehen - aber die Netze seien noch nicht so weit, wie sie sein sollten. Ein bekanntes Problem ist etwa, dass in Dänemark erzeugter Strom oft nicht ideal in die deutschen Netze eingespeist werden kann, weil diese nicht ausreichend Kapazität hätten.
Grundlage der Verständigung der EU-Staaten war ein Vorschlag der Europäischen Kommission von Dezember. Die Brüsseler Behörde schätzt den Investitionsbedarf für die Stromnetze bis 2040 auf mehr als eine Billion Euro. Die Länder müssen nun noch mit dem Europaparlament diskutieren./rdz/DP/jha
(AWP)
