Die Europäische Union beobachte die Lage in Venezuela aufmerksam, heisst es im Post von Kallas. Die EU habe wiederholt erklärt, dass Maduro Legitimität fehle, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. «Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität», fügte die estnische Politikerin hinzu.

Von der Leyen für friedlichen und demokratischen Übergang

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erinnerte nach den US-Angriffen an das Völkerrecht - verzichtete dabei aber zunächst auch auf direkte Kritik. «Wir stehen an der Seite der venezolanischen Bevölkerung und unterstützen einen friedlichen und demokratischen Übergang», schrieb die deutsche Politikerin auf X. Jede Lösung müsse das internationale Recht und die Charta der Vereinten Nationen achten.

EU-Ratspräsident ruft zur Deeskalation auf

EU-Ratspräsident António Costa zeigte sich besorgt über die Entwicklungen. «Die Europäische Union ruft zur Deeskalation und zu einer Lösung unter vollständiger Achtung des Völkerrechts und der in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze auf», schrieb Costa auf X. Die EU werde sich weiterhin für eine friedliche, demokratische und inklusive Lösung in Venezuela einsetzen.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Donald Trump auch den autoritären Staatschef Maduro gefasst und ausser Landes gebracht. Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen.

(AWP)