Die Diskussionen über die Reform seien «gut und offen» gewesen, sagte der irische Klimaminister Darragh O'Brien an einem Medienanlass nach dem Treffen. Die verschiedenen Standpunkte seien zum Ausdruck gebracht worden, sagte er weiter.

Irland hat derzeit und bis Ende des Jahres den EU-Ratsvorsitz inne und leitet in dieser Rolle die Treffen der EU-Mitgliedstaaten.

Einigung bis Anfang 2027 als Ziel

Vergangene Woche stellte die Europäische Kommission ihre Pläne für die Revision vor. Dabei soll Europas Industrie massiv entlastet werden und der CO2-Abbau im Zuge der Revision des EHS verlangsamt werden, wie sie vergangene Woche in Brüssel mitteilte. Der Rahmen für Gratiszertifikate für die energieintensive Industrie soll bis 2038 verlängert werden.

Die Gratiszertifikate sind aber gemäss dem Kommissionsvorschlag mit Auflagen zur Dekarbonisierung verknüpft. Ausserdem sollen bis zu zwei Prozent hochwertige internationale Zertifikate im Zeitraum 2036 bis 2040 in den EU-Emissionshandel einbezogen werden.

Die EU-Institutionen wollen sich bis Anfang 2027 auf die Reform des EU-Emissionshandels einigen. Der Rat soll an seiner Sitzung im Oktober eine weitere Debatte dazu führen. Über den Vorschlag der EU-Kommission muss auch das Europäische Parlament befinden.

Schweizer EHS an jenes der EU geknüpft

Die Diskussionen rund um das EHS der EU sind für die Schweiz relevant, da ihr EHS an jenes der EU geknüpft ist. Damit die Verknüpfung funktioniere, müssten beide Systeme kompatibel ausgestaltet sein, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Umwelt (Bafu) vergangene Woche. Bei Änderungen werden Bern und Brüssel diese im gemischten Ausschuss beraten müssen.

In Brüssel sagte ein Beamter, dass die Schweiz die Änderungen übernehmen müsste, um Marktverzerrungen zu vermeiden. Dabei gebe es Raum für Besonderheiten.

(AWP)