Vor dem Hintergrund der aggressiven Zoll- und Handelspolitik der USA und des zunehmenden Machtstrebens Chinas gilt das Abkommen auch als geopolitisch bedeutsamer Schritt. Zu dem erwarteten Abschluss der Verhandlungen sind EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa in die indische Hauptstadt gereist. Beide besuchten dort bereits am Montag auf Einladung von Premierminister Narendra Modi die alljährliche Parade zum indischen Nationalfeiertag.

Das Abkommen wird zwar nicht so umfassend sein wie jenes, das die Europäische Union zuletzt mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay geschlossen hat. Angesichts der Grösse des indischen Marktes ist es dennoch eines der grössten, die bislang vereinbart wurden.

Bei dem Gipfeltreffen soll zudem auch vereinbart werden, die Zusammenarbeit in anderen Bereich aufzubauen. So ist etwa eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft geplant./aha/DP/stk

(AWP)