Die Europäische Union verschärft ihre Grenzkontrollen für eine aus China importierte Zutat für Säuglingsmilch, die mit Kontaminationen durch ein Toxin in Verbindung gebracht wird. Ab Donnerstag müssen EU-Zollbehörden die Hälfte der Sendungen mit arachidonsäurereichem Öl aus China prüfen.
Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten EU-Beschluss hervor. Ermittlungen in Europa hätten Hinweise geliefert, dass das Öl chinesischen Ursprungs die Quelle der Verunreinigung von Milchpulver mit dem Bakterientoxin Cereulid sei. Der Stoff stelle wahrscheinlich ein ernstes Gesundheitsrisiko dar.
Mehrere Hersteller, darunter die Schweizer Firmen Nestlé und Hochdorf, wie auch die französischen Konzerne Danone und Lactalis, riefen seit Dezember vorsorglich Säuglingsnahrung in mehr als 60 Ländern zurück. Sieben europäische Staaten und die Schweiz meldeten mögliche Krankheitsfälle bei Babys mit Magen-Darm-Symptomen nach dem Verzehr entsprechender Produkte.
In Frankreich untersuchen Behörden zudem drei Todesfälle bei Säuglingen, die möglicherweise kontaminiertes Milchpulver konsumiert hatten. Ein wissenschaftlicher Zusammenhang ist bisher jedoch nicht belegt. Als Lieferant der betroffenen Zutat gilt das chinesische Unternehmen Cabio Biotech aus Wuhan.
(AWP)

