Denkbar ist, dass die Situation auf dem weltweiten Ölmarkt oder auch die Kritik des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban eine Rolle spielen. Bis zuletzt bezogen noch Ungarn und die Slowakei Öl aus Russland. 2022 hatte die EU ein weitgehendes Einfuhrverbot beschlossen, allerdings mit entsprechenden Ausnahmen.
Grösste Versorgungsstörung
Infolge des Iran-Kriegs ist die weltweite Ölversorgung unbeständig. Die Internationale Energieagentur IEA sprach Mitte des Monats von der «grössten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes». Die Golfstaaten haben die Ölproduktion um mindestens zehn Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren, hauptsächlich weil der Transport durch die Strasse von Hormus fast zum Erliegen gekommen ist, so die IEA.
Vor dem Krieg wurden den Angaben zufolge täglich etwa 20 Millionen Barrel Öl durch die Meeresenge transportiert, nun sei es nur mehr ein Rinnsal. Als Reaktion gab die IEA eine Rekordmenge strategischer Ölreserven frei./rdz/DP/jha
(AWP)
