Bulgarien ist seit 2007 EU-Mitglied. Ursprünglich hätte der Euro in dem Balkanland 2024 eingeführt werden sollen. Unter anderem wegen der hohen Inflationsrate von 15,3 Prozent im vergangenen Jahr wurde der Beitritt zur Euro-Zone aufgeschoben. Die seit Anfang Juni amtierende Regierung legte im Parlament einen Sparhaushalt für den Rest des Jahres vor, in dem ein Defizit von höchstens drei Prozent des Bruttoinlandproduktes vorgesehen ist. Damit soll eine wichtige Voraussetzung für die Euro-Einführung erfüllt werden.

In einer umstrittenen Abstimmung lehnte das bulgarische Parlament erst am 7. Juli ein Referendum über die Währung des Landes - und somit über die Euro-Einführung - ab. Die nationalistische und prorussische Partei Wasraschdane, die die Volksbefragung durchsetzen wollte, liess die Parlamentsentscheidung vom Verfassungsgericht prüfen./el/DP/la