Auch hierzulande setze man neben Bier verstärkt auf Softdrinks sowie alkoholfreie und alkoholarme Varianten. «Wir müssen für jede soziale Situation ein anderes Bier erfinden», sagte Poulsen. «Früher gab's vielleicht das Pub um die Ecke, und das war's. Heute sind die Möglichkeiten enorm. Und an jedem Anlass haben sie vielleicht das Bedürfnis nach einem anderen Bier.»
2025 stammten erstmals nur noch 49 Prozent des Umsatzes aus klassischen Biermarken, während alkoholfreie, alkoholarme und andere Getränke die Mehrheit stellten. Wachstum erwartet Carlsberg vor allem bei alkoholfreien und Premiumbieren sowie in neuen Konsumsituationen.
Der Rückgang beim klassischen Bierkonsum hänge mit Kaufzurückhaltung und veränderten Gewohnheiten zusammen, so der Präsident. Konsumenten gingen wegen Inflation und Unsicherheit weniger aus und kauften insgesamt weniger Getränke. Langfristig bleibe Bier jedoch relevant, auch für jüngere Zielgruppen.
Poulsen zeigte sich zuversichtlich, dass die Nachfrage mit stabilerer Konsumentenstimmung wieder anzieht: Die Menschen wollten trotz Krisen weiterhin ausgehen und «Spass haben».
to/
(AWP)
