Die drei Männer stehen der Polizei zufolge im Verdacht, im Auftrag des Geheimdiensts der kommunistischen Regierung Chinas spioniert zu haben. Sie befinden sich demnach weiter in Haft, auch mehrere Durchsuchungen wurden im Zuge der Festnahmen von den Beamten durchgeführt. Nähere Angaben zu den Umständen machte die Polizei zunächst nicht.
Erst vor wenigen Wochen hatte die britische Regierung den Weg für eine umstrittene chinesische «Super-Botschaft» in London freigemacht. Der riesige Komplex wird auf dem Gelände des historischen Royal-Mint-Gebäudes errichtet, das sich zentral in der Nähe des Tower of London und neben dem Finanzviertel befindet. Vor allem wegen Sicherheitsbedenken gilt das Projekt seit Jahren als höchst umstritten. Kritiker fürchten, dass die chinesische Regierung den riesigen Komplex als Basis für Spionage nutzen könnte.
Grossbritannien sei «zutiefst besorgt» über zunehmende «verdeckte Aktivitäten chinesischer, staatsnaher Akteure, die auf die britische Demokratie abzielen», sagte der Staatssekretär für Sicherheit, Dan Jarvis, im britischen Parlament. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, werde das «schwerwiegende Konsequenzen» haben, kündigte er an. Unklar blieb, ob er damit womöglich auf die anstehenden Kommunal- und Regionalwahlen in Grossbritannien im Mai anspielte./pba/DP/stw
(AWP)
