Der lange parlamentarische Prozess schränke die kurzfristige Visibilität der zukünftigen Kapitalanforderungen für die Grossbank ein und darauf, wie diese mit Anpassungen der Bilanz und des Geschäftsmodells reagieren könnte. Die Ratingagentur sei gleichzeitig der Ansicht, die lange Übergangsphase sollte es der Bank ermöglichen, die potenziell höhere CET1-Kapitalquote durch eine mehrjährige Erhöhung der Gewinnrücklagen zu erreichen. Das wiederum sollte sich grundsätzlich positiv auf die Kreditwürdigkeit auswirken, da es den Schutz der Gläubiger verbessern dürfte.
Letzteres hänge jedoch davon ab, wie das zusätzliche Kapital innerhalb des Konzerns verteilt wird, ob potenzielle Einschränkungen beim Wachstum des Geschäfts durch die höheren Kapitalanforderungen entstehen und welche Massnahmen die UBS plant. Während sich die UBS nicht zu möglichen Gegenmassnahmen geäussert habe, gehe man davon aus, dass die Bank unter anderem Kapital aus ausländischen Tochtergesellschaften in die Schweiz rückführen und mehr Geschäft in der Schweiz vergeben könnte, so Fitch.
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(AWP)
