Im April reisten 2,95 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich, wie es in einer Mitteilung vom Mittwochabend hiess. Das ist ein sattes Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Damit hat die Wachstumsrate nach der leichten Abschwächung durch den Ausbruch der Kriegshandlungen im Mittleren Osten wieder angezogen. Im Vormonat März hatte das Plus noch 4,9 Prozent betragen, was weniger war als im Januar (+6,8 Prozent) und Februar (+7,9 Prozent).

Das Wachstum ist den Europaflügen zu verdanken. Auf dem «Alten Kontinent» flogen 2,31 Millionen Menschen über den Flughafen Zürich. Das waren 11,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Weniger Passagiere aus dem Mittleren Osten

Dagegen sank die Zahl der Interkontinentalreisenden um 10,1 Prozent auf 627'166. Nachdem der Iran die grossen Flughäfen in den Arabischen Emiraten unter Beschuss genommen hatte, reduzierten diese Drehkreuze den Betrieb massiv. Passagiere aus dem Mittleren Osten machten am Flughafen Zürich nur noch 1,6 Prozent der Reisenden aus, nachdem sie im Vorjahresmonat noch 5,5 Prozent betragen hatten.

Einen leichten Rückgang gab es auch bei den Reisenden nach Nordamerika, Afrika und Lateinamerika. Dagegen gab es deutlich mehr Passagiere auf den Strecken nach Fernost.

Die Zahl der Lokalpassagiere stieg im Februar um 7,2 Prozent und jene der Umsteigepassagiere um 3,3 Prozent. Die Anzahl der Flugbewegungen nahm derweil um 5,0 Prozent auf 23'488 zu.

Flugzeuge besser ausgelastet

Die Sitzplatzauslastung stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 82,3 Prozent. Im Schnitt flogen 139,3 Passagiere mit einer Maschine. Damit blieben im Durchschnitt knapp 30 Sitze pro Flieger leer.

Ein Minus gab es indes bei der Fracht: Im April wurden 36'694 Tonnen Fracht über den Flughafen Zürich abgewickelt. Das war ein Taucher von 2,1 Prozent. Die Luftfracht schrumpfte gar um 8,6 Prozent auf 24'625 Tonnen.

Geschäfte machen mehr Umsatz

Dafür profitierten auch die Geschäfte, Gastronomen und Dienstleister am Flughafen. Deren Kommerzumsatz stieg um 2,1 Prozent auf 54 Millionen Franken.

Dabei nahmen die Verkäufe auf der Airside, also dem Bereich nach der Sicherheitskontrolle, um 7,9 Prozent zu, während sie auf der Landseite um 5,8 Prozent sanken. Im Schnitt gab ein Passagier nach der Sicherheitskontrolle 22,40 Franken aus.

jb/to

(AWP)