Das USD/CHF-Paar hat kurz vor 14.30 Uhr die Marke von 0,77 unterschritten und steht aktuell nur ganz leicht darüber (0,7707). Mehr oder weniger gleichzeitig ist das EUR/CHF-Paar unter die Grenze von 0,91 gefallen auf notiert aktuell bei 0,9089. Dies ist - abgesehen von kurzfristigen Bewegungen bei Auflösung der Euro-Mindestgrenze der SNB 2015 - der höchste Stand des Frankens zur Gemeinschaftswährung aller Zeiten bzw. ein neues Jahrestief.

Händler verweisen auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Einerseits habe China seine Bürger dazu aufgerufen, den Iran zu verlassen. Andererseits habe die USA den Botschaftsangehörigen in Israel geraten, auszureisen.

Am Morgen hatten sich Marktteilnehmer nach den gestrigen Gesprächen noch eher zuversichtlich gezeigt. «Die Situation im Nahen Osten verspannt sich derzeit wieder. Das ruft die Flucht in die sicheren Häfen und damit auch den Franken hervor», sagte ein Händler. Auch Gold und Silber legten sprungartig zu auf zuletzt 5218 bzw. 92,09 US-Dollar pro Unze.

Derweil hat der SMI nach 14.30 Uhr deutlich an Terrain verloren. Aktuell steht er bei 13'965 Zählern (+0,37 Prozent), im Tief war er bis auf 11'933 gefallen. Am Morgen hatte er mit 14'057 im Top nahe dem Allzeithoch von Anfang Woche notiert.

Hier war im Handel von belastenden PPI-Daten aus den USA die Rede. Die Produzentenpreise für den Januar waren mit 2,9 Prozent (Jahresrate) deutlich höher ausgefallen als erwartet (+2,6 Prozent). Entsprechend dürfte es noch länger gehen, bis es zu weiteren Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed kommen werde, meinte ein Händler, was wiederum die Aktienmärkte belaste.

uh/ls

(AWP)