Für die im Mittelwerteindex MDax gelistete Aktie ging es zuletzt um 0,8 Prozent nach oben. Seit Jahresbeginn hat sie aber fast 14 Prozent an Wert eingebüsst, in den vergangenen zwölf Monaten sogar ein Viertel.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal um etwas mehr als ein Viertel auf 761,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Büdelsdorf mitteilte. Analysten hatten hier etwas weniger auf dem Zettel. Durch die Einbeziehung von Mobilezone Deutschland kletterte der Umsatz im Mobilfunk-Bereich um rund 30 Prozent. Im Geschäft mit Internet-Fernsehen (IPTV) verbesserte sich der Umsatz um 7,7 Prozent.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank indessen um 3,6 Prozent auf 122 Millionen Euro. Belastet wurde das Ergebnis durch einen negativen Effekt aufgrund einer Vereinbarung mit einem nicht namentlich genannten Netzbetreiber. Branchenexperten hatten auch hier etwas weniger erwartet.
Unter dem Strich verdiente Freenet nach Anteilen Dritter 47,6 Millionen Euro, nach 57,9 Millionen ein Jahr zuvor.
Für das laufende Jahr erwartet das Management weiter einen deutlichen Umsatzanstieg getragen durch die Einbeziehung von Mobilezone Deutschland. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll dank anziehender Ergebnisse beim IPTV-Angebot bei insgesamt 500 bis 530 Millionen Euro liegen. Im grösseren Geschäftsbereich mit dem Mobilfunk schliesst Freenet aber einen Ergebnisrückgang nicht aus. Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) soll im Konzern 270 bis 300 Millionen Euro betragen. 2025 wurde ein Umsatz von 2,4 Milliarden verbucht bei einem operativen Ergebnis von 515,4 Millionen. Der freie Mittelzufluss lag bei 292,1 Millionen Euro.
Für 2028 peilt Freenet ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von mindestens 620 Millionen Euro sowie ein bereinigter freier Mittelzufluss von mindestens 340 Millionen an. Das Internet-Fernsehen waipu.tv soll dann zum Ergebnis mindestens rund 120 Millionen Euro beitragen. 2025 waren es 36 Millionen.
Im Oktober 2025 hatte Freenet den Kauf der Deutschlandtochter des Handy- und Tarifanbieters Mobilezone aus der Schweiz für rund 230 Millionen Euro angekündigt./err/stk/jha/
(AWP)
