Der Iran, der Handelsschiffe unter anderem mit Drohnen bedroht, reagierte zunächst nicht auf die Aussagen. Zuletzt hatte die Islamische Republik eine Öffnung der Seestrasse von Zugeständnissen der USA und ihrer Verbündeten abhängig gemacht und beabsichtigt, Gebühren für eine Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben. Erst am Sonntag hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) berichtet, die Bedrohungslage in der Meerenge bleibe durch die Angriffe der mächtigen iranischen Revolutionsgarden auf Handelsschiffe und weitere Schikanen ernst.
Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Strasse von Hormus, über die ein Grossteil der Ölexporte aus den Golfstaaten abgewickelt wird. Der Nationale Sicherheitsrat des Irans verlangte dafür neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen die Islamische Republik, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region unter anderem eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden. All diese Forderungen hatte der Iran bereits früher als Bedingungen für Verhandlungen mit den USA genannt./hme/DP/zb
(AWP)
