Gegen 9.50 Uhr steht bei den Papieren ein Minus von 7,4 Prozent zu Buche auf 94,25 Franken. Ihr bisheriges Tagestief haben die Titel zuvor bei 93,65 Franken markiert. Erst in der vergangenen Woche waren die Aktien bis auf ein Jahreshoch von 103 Franken geklettert, das gleichzeitig auch ein Rekordhoch war. Der Gesamtmarkt notiert am Dienstagmorgen mit +0,06 Prozent bei 19'063,13 Zählern.
In ihren ersten Reaktionen äussern sich die verschiedenen Analysten recht unterschiedlich. Bei der ZKB etwa hebt der zuständige Analyst hervor, dass die Schliessung der pharmazeutischen Produktion von Bichsel in seinen Augen teuer sei. Wie Galenica mitgeteilt hatte, rechnet der Gesundheitskonzern mit einmaligen Sonderkosten von 35-40 Millionen Franken. «Die Entscheidung der Schliessung ohne Verkauf oder ohne Subventionen für den Betrieb zu verhandeln erstaunt uns, auch wenn gemäss Galenica nicht genug Volumenkapazität für eine ökonomische Produktion vorhanden ist bzw. hohe Investitionen nötig wären», heisst es in dem Report.
Bei Octavian dagegen hebt Laura Pfeifer-Rossi hervor, dass Galenica sich durch den Schritt eine leichte Unterstützung für die Margen erwarte. Zudem vereinfache es die operative Struktur des Unternehmens.
Bereits bevor das Unternehmen den Produktionsstopp am Morgen über das Produktionsaus berichtete, hatte die UBS mit einer Herunterstufung auf «Sell» von «Hold» für eine eher negative Vorgabe gesorgt. Die Kursreaktion dürfte durch diese Verkaufsempfehlung denn womöglich noch verstärkt werden. Denn während sich der Analyst um die langfristigen Wachstumschancen kaum sorgt, sieht er mittelfristig etwa von Regulations-Seite Herausforderungen.
hr/rw
(AWP)

