US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds «South Pars» gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff «mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat». Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde - solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

Die Sorgen vor Lieferengpässen werden immer stärker, nachdem der Krieg im Nahen Osten in seine dritte Woche geht. Die starken Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf beginnen sich vor allem auf Verbraucher in Asien auszuwirken, die auf Lieferungen aus der Golfregion besonders angewiesen sind und zuletzt auch auf dem europäischen Markt verstärkt Gas nachfragen. Jetzt kommen auch Angriffe auf Gasfelder hinzu. Dies könnte die Versorgung mit Erdgas auch längerfristig beeinträchtigen.

Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran bei lediglich bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem mehr als verdoppelt.

Wegen des Preissprungs wird die Wiederbefüllung der deutschen Gasspeicher in diesem Jahr nach Einschätzung von Speicherbetreibern eine grosse Herausforderung. Nach Einschätzung der Initiative Energien Speichern (Ines) fehlt dem Markt derzeit jegliche ökonomischen Anreize zur Einspeicherung von Gas in die Speicher./jsl/nas

(AWP)