Die Aktie zeigte sich im frühen Handel volatil. Nach einer klar positiven Eröffnung mit einem Hoch bei 538,40 Franken (+3,5 Prozent) fielen sie kurze Zeit später ins Minus auf ein Tief bei 516,60 Franken (-0,7 Prozent). Gegen 9.40 Uhr gewinnen Geberit 1,9 Prozent auf 530,00 Franken.
Mit einem Minus von rund 16 Prozent bis zum Vorabend halten die Aktien allerdings die rote Laterne unter den 20 SMI-Titeln. 2025 hatten die Titel des Sanitärkonzerns allerdings um ein Fünftel zugelegt. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI gewinnt aktuell 0,6 Prozent hinzu.
«Geberit gelang ein gutes erstes Quartal 2026 mit einer deutlichen Steigerung der EBITDA-Marge auf 32,5 Prozent», kommentiert die ZKB. «Aufgrund der schwachen Kursentwicklung in den letzten Wochen dürfte das heutige Ergebnis positiv aufgenommen werden.»
Vontobel verweist auf das herausfordernde Umfeld und dem trotzdem «soliden Start ins Geschäftsjahr 2026». Das organische Umsatzwachstum habe trotz der Gegenwinde (zum Beispiel Vorzieheffekte, kein Wachstum in der Golfregion) über den Markterwartungen gelegen, und die Profitabilität habe sich dank solider Preise als robust und etwas besser als erwartet erwiesen. Auch die Preissetzungsmacht behalte Geberit trotz der Nahost-Situation - wie man an einer für Juni angekündigten ausserordentlichen Preisrunde zur Kompensation der Kunststoff- und Energiepreisinflation sehe.
Auch JPMorgan erachtet das Zahlenset von Geberit als «einmal mehr gut». Das Unternehmen sei auch gut geführt und gewinne anhaltend Marktanteile. Aufgrund der hohen Bewertung bestätigt die US-Bank indes die Einstufung «Neutral». Für eine stärkere Neubewertung der Aktien - sei es nach unten oder nach oben - gebe es derzeit keine Treiber. Die hohe Bewertung sehen auch andere Analysten so, etwa von Octavian.
Die UBS war nach der Zahlenvorlage davon ausgegangen, dass der Aktienkurs eher neutral auf die Zahlen reagieren werde. Derweil dürften Hinweise zum April an der Analystenkonferenz für die Bewegung der Titel entscheidend sein.
ys/rw
(AWP)
