Vorher findet am Freitag auf dem Fliegerhorst Nörvenich ein Treffen des deutsch-französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats statt. Dabei dürfte es um den Aufbau der multinationalen Ukraine-Truppe, die Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung und das weitere Vorgehen nach dem weitgehenden Scheitern des gemeinsamen Kampfjet-Projekts FCAS gehen.

Rückschlag für die strategische Zusammenarbeit

Die FCAS-Pleite Anfang Juni bedeutete einen Rückschlag für die strategische Zusammenarbeit. Was von dem Projekt bleibt, ist aber die sogenannte Combat Cloud, über die verschiedene Waffensysteme vernetzt werden sollen. Daran soll nun weiter gearbeitet werden.

Die beiden Verteidigungsministerien waren zudem damit beauftragt worden, bis zum Ministerrat einen «gemeinsamen, zeitgemässen Arbeitsplan zur verteidigungsindustriellen Zusammenarbeit» vorzulegen, der sich auf «wenige realistische, relevante Vorhaben» konzentrieren soll.

Merz hatte bei seinem Paris-Besuch an einem Treffen der «Koalition der Willigen» zur Unterstützung der Ukraine und an der traditionellen Parade zum Nationalfeiertag auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées teilgenommen./mfi/evs/DP/he

(AWP)