Am Montag habe der Iran einmal den Oman und dreimal die Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen, sagte Caine. Zusätzlich sei er mit Marschflugkörpern, Drohnen und Schnellbooten gegen US-Streitkräfte vorgegangen, die versuchten, die Handelsschifffahrt in der Meerenge von Hormus wieder in Gang zu bringen. Kampfhubschrauber der USA hätten diese Angriffe erfolgreich abgewehrt. «Bislang ist es heute ruhiger», resümierte Caine.
Wie der Generalstabschefs die Situation in der Meerenge schildert
Aufgrund der «willkürlichen» Angriffe des Irans in der Region würden aktuell 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1.550 Handelsschiffen im Persischen Golf festsitzen. Die Verbindung von dort zur offenen See - die Strasse von Hormus - ist von zentraler Bedeutung für den weltweiten Ölhandel.
US-Streitkräfte haben Caine zufolge im südlichen - also dem Oman nahen - Teil der Meerenge eine verstärkte Sicherheitszone eingerichtet. Land-, See- und Luftstreitkräfte der USA würden diese schützen, um weitere iranische Angriffe auf die Handelsschifffahrt abzuwehren. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sprach von einem «mächtigen rot-weiss-blauen» Schutzschild.
Seit rund einem Monat gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, die Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängert hatte. Am Montag spitzte sich der Streit über die weitestgehend blockierte Strasse von Hormus zu, was die Waffenruhe gefährdete. Hintergrund ist der Start einer neuen US-Initiative mit dem Titel «Projekt Freiheit», die festsitzenden Schiffen helfen soll, die Strasse von Hormus unbeschadet von iranischen Angriffen zu passieren./fsp/DP/jha
(AWP)
