Der Umsatz im fortgeführten Geschäft erreichte in der Berichtsperiode 3,00 Milliarden Franken, entsprechend einem Minus gegenüber dem Vorjahr von 1,7 Prozent, wie GF am Mittwoch mitteilte. Organisch ergab sich ein knappes Plus von 0,6 Prozent. Währungseffekte belasteten den Umsatz mit 124 Millionen.

Das Flow-Solutions-Geschäft habe sich insgesamt als robust erwiesen, trotz einem starken Schweizer Franken und einer schwachen Baukonjunktur, hiess es zum Geschäftsjahr. Das künftige Geschäft von GF ist aufgeteilt auf die beiden neuen Divisionen «Industry and Infrastructure Flow Solutions» und «Building Flow Solutions».

Operativ etwas schwächer

Der operative Gewinn war von Sonderkosten belastet. Um diese bereinigt reduzierte sich der vergleichbare EBIT um 14 Prozent auf 299 Millionen und die entsprechende Marge um 1,4 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent.

Der Margenrückgang war teilweise auf die Abschwächung des Industriegeschäfts in Kombination mit einem höheren Anteil der margenschwächeren Infrastruktursegmente zurückzuführen. Auch die US-Zölle und negative Währungseffekte spielten eine Rolle.

Der Reingewinn hat sich auf 103 Millionen Franken in etwa halbiert. Er war allerdings von zahlreichen Faktoren im Zusammenhang mit dem Verkauf der Sparten Maschinenbau und Casting Solutions und dem gesamten Transformationsprogramm beeinflusst.

Umbau abgeschlossen

Der Umbau von GF ist nun aber beendet. «Die Transformation zu einem reinen »Flow Solutions«-Unternehmen ist erfolgreich abgeschlossen», sagte CEO Andreas Müller an der Bilanzmedienkonferenz. Einzig der Verkauf des Geschäftsbereichs Luft-/Raumfahrt und industrielle Gasturbinen steht noch aus. Müller zeigt sich indes «zuversichtlich, dass wir innerhalb eines oder zweier Jahr über den Verkauf berichten können.» Das Geschäft machte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 125 Millionen Franken und ist laut dem CEO «sehr profitabel».

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet GF ein organisches Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich sowie eine vergleichbare operative Marge im Bereich von 10,5 bis 12,5 Prozent. «Dabei dürfte sich das Wachstum im zweiten Semester beschleunigen», sagte Müller. Er sieht etwa im Bereich Rechenzentren «attraktive Wachstumschancen». Hier bietet GF sowohl Lösungen für das gesamte Wassermanagement eines Gebäudes an als auch Lösungen für die Flüssigkühlung der Prozessoren.

Was die operative Gewinnmarge betrifft, sieht sich GF auf Kurs, mit dem vor kurzem lancierten Sparprogramm wie angekündigt 2026 die Kosten um 40 Millionen zu senken. Verbesserungen soll indes auch das mit der 2023 erfolgten Akquisition von Uponor aufgegleiste Wertschöpfungsprogramm bringen.

An der Börse wurden die News in der Startphase mit klaren Abgaben quittiert, mittlerweile haben die GF-Aktien die Verluste aber etwas abgebaut (aktuell -1,9 Prozent).

cf/uh

(AWP)