Der Umsatz im fortgeführten Geschäft legte um 5,1 Prozent auf 1,58 Milliarden Franken zu, wie das neu auf den Transport von Wasser und anderen Flüssigkeiten fokussierte Unternehmen am Freitag mitteilte. Bereinigt um den negativen Währungseffekt resultierte ein organisches Plus von 5,7 Prozent. Dabei hat sich das Wachstumstempo im zweiten Quartal gegenüber dem ersten beschleunigt.
Noch besser sah es beim Auftragseingang aus. Dieser kletterte organisch um 15,1 Prozent auf 1,73 Milliarden. Getragen wurde diese Performance durch den Infrastruktur- und Industriebereich sowie das Gebäudesegment - trotz verhaltener Baukonjunktur.
Laut CEO Andreas Müller verzeichnete GF im zweiten Quartal einen rekordhohen Auftragseingang. Dazu habe insbesondere das Geschäft mit Halbleiterherstellern beigetragen.
Marge von Inflation und Währungseffekten belastet
Das vergleichbare operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich um knapp 2 Prozent auf 212 Millionen Franken, wobei die Marge um 0,4 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent zurückging. Dieser Rückgang sei auf Währungseffekte, eine schwächere Auslastung im ersten Quartal sowie die allgemeine Inflation zurückzuführen. Preiserhöhungen und Kostensenkungen konnten dies nur teilweise ausgleichen.
Auf Stufe Reinergebnis resultierte ein Verlust von 77 Millionen Franken. Hier hat sich insbesondere der bereits im Vorjahr angekündigte Verlust aus dem Verkauf der Division GF Casting Solution niedergeschlagen. Konkret belief sich dieser auf 172 Millionen.
Negativ zu Buche schlugen auch die Kosten für das Sparprogramm «Fit for Growth». Für dieses wurde indes das Kostensenkungsziel für das laufende Jahr erhöht.
Beschleunigung des Geschäfts erwartet
Für das zweite Semester verspricht sich das Unternehmen weitere Fortschritte. «Wir erwarten im zweiten Halbjahr eine Beschleunigung des Geschäfts», sagte Müller an einer Telefonkonferenz. Helfen solle dabei der starke Auftragsbestand.
Dank des Booms bei den Rechenzentren erwartet der CEO im Teilbereich Industrie das stärkste Wachstum im laufenden Halbjahr. GF bietet für Rechenzentren sowohl Lösungen für das gesamte Wassermanagement eines Gebäudes als auch Lösungen für die Flüssigkühlung der Prozessoren an.
Dank dieser Zuversicht wurde auch die Umsatzprognose angehoben. So wird neu ein organisches Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor im unteren einstelligen Bereich) erwartet. Wie im Vorjahr dürfte die vergleichbare operative Marge (EBITDA) in den Bereich von 14 bis 16 Prozent zu liegen kommen.
An der Börse kommen die Zahlen sehr gut an: Kurz vor Mittag stehen die Aktien knapp 12 Prozent im Plus.
cf/ls
(AWP)
