Der für den Monat Juli ermittelte Indexwert für das Konsumklima fiel auf minus 25,4 Punkte, wie es weiter in der Mitteilung hiess. Der für Juni ermittelte Wert liegt bei revidiert minus 24,4 (zuvor minus 24,2) Punkten. Analysten wurde von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt einen Indexwert von minus 23,0 Zählern erwartet.
"Die aktuelle Entwicklung der Verbraucherstimmung deutet darauf hin, dass die Konsumenten wieder stärker verunsichert sind", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. "Das zeigt sich unter anderem darin, dass die Sparneigung in diesem Monat wieder zunimmt", betonte er. In den vergangenen acht Monaten war das Konsumklima jeweils leicht gestiegen.
"Nach wie vor hohe Inflationsraten von derzeit etwa sechs Prozent knabbern spürbar an der Kaufkraft der Haushalte und verhindern, dass der private Konsum seinen positiven Beitrag leisten kann", sagte Bürkl. Auch die aktuelle Diskussion um das Heizungsgesetz schade, weil sie Investitionen an anderer Stelle bremse. Allerdings sei die Inflation auf dem Rückmarsch. Dies könnte für die kommenden Monate zu einem Lichtblick werden.
Die privaten Haushalte gingen davon aus, dass sie in diesem Jahr angesichts der anhaltend hohen Inflation reale Einkommenseinbussen hinnehmen müssten. Die Annahme sei, dass diese voraussichtlich nicht vollständig durch tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen ausgeglichen werden können. Hinzu komme ein deutlich gestiegener Pessimismus hinsichtlich der Konjunktur. Die kräftigen Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank unterfütterten die Verunsicherung. Die Menschen hätten Angst, dass die hohen Zinsen Investitionen abwürgen und Deutschland in eine Rezession rutsche.
GfK befragt für die Studie monatlich rund 2000 Menschen. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie GfK-Konsumklima MAXX im Auftrag der EU-Kommission./dm/DP/jkr