Bis um 9.25 Uhr verliert die Aktie 4,8 Prozent auf 3221 Franken, während der SMI 1,6 Prozent im Minus steht. Die Aktie hatte vom Jahrestief im März bei 2566 Franken bis Anfang Juli um 38 Prozent auf 3547 Franken zugelegt. Seither tendieret sie wieder nach unten. Bereits am Vortag hatte sie um 1,1 Prozent nachgegeben.

Der Genfer Konzern beschleunigte das organische Wachstum auf 4,3 Prozent im zweiten Quartal nach 2,8 Prozent im ersten. Damit lag das Wachstum im ersten Halbjahr mit 3,6 Prozent über den Analystenerwartungen (AWP-Konsens: 3,0 Prozent). Der Reingewinn fiel dagegen wegen hoher Einmalkosten im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und Restrukturierungen klar tiefer aus als erwartet.

Analysten loben unisono die Wachstumsbeschleunigung. Besonders positiv werten sie die Rückkehr des Aromengeschäfts auf den Wachstumspfad und die anhaltend starke Entwicklung der Sparte Riechstoffe & Schönheit. Auch die Profitabilität bewegte sich insgesamt im Rahmen der Erwartungen.

Für Zurückhaltung sorgen dagegen die Aussagen zu den Rohstoffkosten. Givaudan rechnet im zweiten Halbjahr mit weiter steigenden Inputkosten, die zwar über Preiserhöhungen kompensiert werden sollen. Mehrere Analysten verweisen jedoch darauf, dass die Belastung für die Margen grösser ausfallen könnte als derzeit am Markt erwartet.

Zudem fiel der freie Cashflow wegen höherer Investitionen und eines vorübergehend höheren Working Capital deutlich schwächer aus als prognostiziert. Zwar gehen mehrere Analysten davon aus, dass sich dieser Effekt wieder normalisieren wird. Kurzfristig belastet er jedoch die Stimmung.

Nach dem kräftigen Kursrally ab März dürften zudem einige Anleger Gewinne mitgenommen haben.

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(AWP)