Gegen 9.35 Uhr verliert der Titel 4,6 Prozent auf 2993 Franken (Tagestief 2928 Fr.) und ist damit klar der grösste Verlierer im SMI (+0,4 Prozent). Sie äällt damit auch erstmals seit Ende Oktober 2023 wieder unter die 3000-Franken-Marke - noch Anfang Juni 2025 waren Kurse von über 4200 Franken bezahlt worden.

UBS und JPMorgan heben in ihren Kommentaren das enttäuschende organische Umsatzwachstum im Schlussquartal hervor. Mit ausgewiesenen 3,2 Prozent habe Givaudan die Erwartungen klar verfehlt; der Analystenkonsens lag bei 4,1 Prozent. JPMorgan spricht von einer breiten Abschwächung in der Aromendivision, die neben Lateinamerika auch die USA und Europa erfasst habe.

Auch bei der Profitabilität blieb der Branchenprimus hinter den Prognosen zurück. Belastend wirkten unter anderem höhere Inputkosten inklusive Zolleffekten sowie zusätzliche Investitionen. Analysten rechnen nun mit Abwärtsanpassungen der Konsensschätzungen für 2026. JPMorgan etwa erwartet Kürzungen von 3 bis 5 Prozent bei den EPS-Prognosen und eine Abflachung der Margenerwartungen.

Es gibt aber auch zuversichtlichere Stimmen. Vontobel etwa verweist auf eine gewisse Stabilisierung im Verlauf des vierten Quartals sowie auf die breite Diversifikation des Konzerns, die sich in einem volatilen Umfeld ausgezahlt habe. Die aktuelle Bewertung reflektiere denn auch eine übermässig negative Sicht und trage den längerfristigen Wertschöpfungsperspektiven zu wenig Rechnung.

Die schwache Kursentwicklung der Aktie in den vergangenen zwölf Monaten stehe zudem im Einklang mit dem gesamten Ingredients-Sektor, der unter einer flauen Wachstumsdynamik bei Endkunden aus den Bereichen Food sowie Home & Personal Care leide, heisst es bei der ZKB. Der zuständige Analyst spricht denn auch von einem «operativ guten» Ergebnis und verweist auf die «sehr anspruchsvolle» Vergleichsbasis. Er sieht den fairen Wert für die Aktie bei rund 4400 Franken.

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(AWP)