Für deutlichen Schub sorgte zuletzt ein Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenportals Axios, wonach die USA kurz vor einer Einigung mit dem Iran über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges stehen sollen. Dies belastete die Ölpreise deutlich und dämpfte die zuletzt deutlich gestiegenen Inflationserwartungen.

Der Goldpreis profitierte von der Entwicklung. Zu Kriegsbeginn hatten die geänderten Zinserwartungen die Goldpreise belastet. Aktuell wird erwartet, dass die US-Notenbank ihre Zinsen zunächst nicht senken wird. Gold wirft keine laufende Verzinsung ab und verliert damit im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren an Attraktivität.

Von der Europäischen Zentralbank werden Leitzinsanhebungen erwartet. Sollte es zu einer nachhaltigen Entspannung im Nahen Osten kommen, dürften die Ölpreise weiter fallen und die Inflationserwartungen stark sinken. Dies würde auch die Zinserwartungen senken.

Dem Goldpreis kam zudem der gesunkene Dollarkurs zugute. Edelmetalle werden in Dollar gehandelt. Ein niedrigerer Dollarkurs senkt die Preise für Anleger in anderen Währungsräumen und stützt die Nachfrage.

Mit der guten Stimmung für Gold zog auch Silber an. Der Preis für eine Feinunze stieg um 6,3 Prozent auf 77,46 Dollar./jsl/la/stk

(AWP)