Die Stiftung soll ein Startkapital von einer Million Franken erhalten, wie der Rat einstimmig - mit fünf Enthaltungen - beschloss. Ausserdem entschieden die Parlamentarier, zehn Millionen Franken aus dem Kantonshaushalt für den Fonds bereitzustellen.

Derzeit belaufen sich die Spendenzusagen auf rund 24 Millionen Franken, die von öffentlichen Körperschaften, Privatpersonen und anderen Organisationen stammen. Zudem haben die Gemeinde Crans-Montana eine Million und der Kanton Waadt sieben Millionen Franken zugesagt.

«Eine echte Spende des Kantons»

«Diese Zahlung von zehn Millionen ist ein echtes Geschenk des Kantons», erklärte die Mitte-Abgeordnete Claire-Lise Bonvin. Sie erfolge unabhängig von möglichen Gerichtsentscheidungen. «Dieser finanzielle Beitrag wird den Schmerz nicht lindern, aber er wird die Lücken in unserem System der gegenseitigen Hilfe schliessen», betonte die FDP-Fraktionschefin Sonia Tauss-Cornut.

Die Stiftungsgründung sei ein starkes Signal an die Betroffenen dieses Dramas, erklärte Carole Melly-Basili (Mitte). Emmanuel Revaz von den Grünen erinnerte an das aussergewöhnliche Drama auf das die Gründung der Stiftung «eine gerechte, angemessene und schnelle Antwort» sei.

Neunköpfiger Stiftungsrat

Präsidiert wird die Stiftung unter dem Namen Beloved von der ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard. Der Stiftungsrat zählt neun Mitglieder, «Persönlichkeiten, die für ihre Fachkompetenz und ihr Engagement bekannt sind, insbesondere in den Bereichen Medizin, Opferbetreuung und menschliche Begleitung», wie der Kanton Wallis präzisiert.

Zu den Mitgliedern zählt insbesondere ein Vertreter der Familien der französischen Opfer. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Ernennung seines italienischen Pendants.

(AWP)