Nach der Corona-Pandemie seien «der Ausbruch des Ukraine-Krieges» und Spannungen bei der Energieversorgung gefolgt. Kurz darauf sei der Zusammenbruch der Credit Suisse gekommen und im letzten Jahr der Zollstreit, sagte Parmelin im voll besetzten Albisgüetli.

«Nach dem turbulenten Jahr 2025 habe ich mich darauf eingestellt, dass Vieles in meinem zweiten Präsidialjahr nicht planbar sein wird.» Es sei für ihn aber unvorstellbar gewesen, dass das «Fastunmögliche» bereits nach eineinhalb Stunden im neuen Jahr eingetroffen sei.

«Das Leben ist unberechenbar und verletzlich»

«Das Unglück in Crans-Montana zeigt uns auf krasse Weise, wie unberechenbar, ungewiss und verletzlich das Leben sein kann», sagte Parmelin weiter. Seine Gedanken seien auch heute noch bei den vielen Betroffenen, den Toten, Verletzten und ihren Familien. «Die Folgen werden uns noch sehr lange beschäftigen.»

Solche Ereignisse würden andererseits auch zeigen, dass die Schweiz in schwierigen Situationen zusammenstehe, ungeachtet gesellschaftlicher und politischer Differenzen. «Die grosse Solidarität innerhalb der Schweiz, aber auch durch andere Staaten hat mich tief beeindruckt», sagte der Bundespräsident.

«Pläne über den Haufen geworfen»

Ein solches Ereignis lehre ihn als Politiker, beweglich und pragmatisch zu bleiben. «Unsere Pläne, Programme und Konzepte können von heute auf morgen über den Haufen geworfen werden», sagte Parmelin.

Die Zürcher SVP hält an diesem Freitag ihre traditionelle Albisgüetli-Tagung ab. Auch ohne Christoph Blocher als langjähriges Zugpferd am Rednerpult ist der Anlass ausgebucht.

(AWP)