Dies hat die Jörg G. Bucherer-Stiftung am Freitag mitgeteilt. Sie betreut den Nachlass des 2023 verstorbenen Luzerner Uhren- und Schmuckhändlers Jörg G. Bucherer.

In der Stiftung kam es früh zu Unstimmigkeiten, und die ESA leitete ein Verfahren ein. Mitte Dezember 2025 erklärten mit Urs Mühlebach und Sören Schwieterka zwei der drei Mitglieder des Stiftungsrats ihren Rücktritt per Ende Jahr. Weil die Posten nicht neu besetzt wurden, ist der Stiftungsrat seit dem 1. Januar weder handlungs- noch beschlussfähig.

Diesen Missstand hat die ESA am Freitag beseitigt. Sie habe den Sachwaltern, den Rechtsanwälten Tobias Somary und Lukas Brugger, das Zeichnungsrecht für die Stiftung eingeräumt, teilte die Stiftung auf ihrer Homepage mit.

Die beiden Sachwalter und die im Amt verbliebene Stiftungsrätin, Jessica De Ry, würden bald «einen Prozess zur Auswahl von qualifizierten Nachfolgern für den Stiftungsrat» einleiten, teilte die Stiftung mit. Prioritär sei aber die nachhaltige Stabilisierung der Stiftung und die Sicherstellung ihrer Funktionsfähigkeit.

Die Stiftung fördert nach eigenen Angaben künstlerische Tätigkeiten, soziale Einrichtungen, den Qualitätstourismus und die Naturwissenschaften. Im vergangenen Jahr sicherte die Stiftung etwa einen Betrag von 100 Millionen Franken an ein neues Kompetenzzentrum für Erdbeobachtung der ETH Zürich zu.

Bis auf Weiteres werde sie aber keine neuen Entscheide zu Fördergesuchen treffen, teilte sie mit. Bereits eingereichte Gesuche für Fördermittel würden vorerst nicht behandelt, neue Gesuche würden keine entgegengenommen.

(AWP)