Für die Aktie ging es im Nebenwerteindex SDax zuletzt um gut neun Prozent abwärts auf 4,97 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast ein Fünftel an Wert verloren. Das Rekordtief von gut 4,42 Euro aus dem Jahr 2024 rückt näher. Der Glanz, den die Aktie in der Corona-Pandemie hatte, ist schon lange verblasst. So zahlten Anleger 2021 teils mehr als 97 Euro für das Papier.
Für Analyst Marcus Diebel von JPMorgan ist der Umsatzrückgang 2025 deutlicher ausgefallen als von den Berlinern avisiert. Das Sparprogramm sei zwar gut vorangekommen, eine Stabilisierung des Umsatzes wäre aber entscheidend.
Auch Experte Andrew Ross von der Barclays Bank verweist darauf, dass das operative Jahresergebnis (Ebitda) im Rahmen der Erwartungen gelegen habe, aber der Umsatz im vierten Quartal aufgrund des verlangsamten Wachstums im Bereich Fertiggerichte wohl etwas schwächer ausgefallen sei als vom Unternehmen zunächst gedacht. Eine Prognose des Kochboxenherstellers für 2026 habe es noch nicht gegeben, aber die Signale des Managements deuteten darauf hin, dass die durchschnittliche Analystenschätzung (Konsens) für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2026 zu hoch seien.
Die Umsätze von Hellofresh fielen 2025 um 11,8 Prozent auf 6,76 Milliarden Euro. Der währungsbereinigte Umsatzrückgang lag bei neun Prozent. Das bereinigte operative Konzernergebnis (Ebitda) stieg indessen um sechs Prozent auf 423 Millionen Euro, währungsbereinigt war das ein Anstieg um rund 14 Prozent.
Hellofresh macht schon seit einiger Zeit ein Rückgang der Kundennachfrage zu schaffen. Hinzu kam ein stärkerer Euro. Das Management hat daraufhin ein Sparprogramm gestartet. Eine konkrete Prognose für 2026 soll im Zuge der Veröffentlichung der kompletten Bilanz am 18. März folgen./err/mis/jha/
(AWP)

