Die Helvetia Baloise-Aktie notiert gegen 9.50 Uhr noch um 1,3 Prozent im Plus bei 218,20 Franken, nachdem sie kurz nach Börseneröffnung noch bis auf 223,80 Franken geklettert war. Der Gesamtmarkt notiert gleichzeitig leicht fester (SPI +0,11 Prozent).

Die von der neuen Versicherungsgruppe vorgelegten Gewinnzahlen sind für ZKB-Analyst Georg Marti auf zugrundeliegender Basis besser ausgefallen als erwartet. Bei der grösseren Fusionspartnerin Helvetia sei die Entwicklung dabei durch verbesserte versicherungstechnische Ergebnisse getragen worden.

Das konsolidierte Eigenkapital nach der Fusion liege derweil etwas unter Konsens, so der ZKB-Experte, die SST-Solvenz sei mit rund 260 Prozent aber hoch. Von den angekündigten Kosten von 500 bis 600 Millionen Franken für die Fusion seien in den Zahlen für die kombinierte Gesellschaft Ende 2025 bereits 253 Millionen erhalten, stellt er fest.

Der Fokus der Investoren dürfte allerdings weniger auf den Zahlen als vor allem auf dem Dividendenziel liegen, heisst es in den Kommentaren. So will Helvetia Baloise 2026 bis 2028 an seine Aktionäre insgesamt 2,8 Milliarden Franken ausschütten. Das liege über der bisherigen Kommunikation von 2,6 bis 2,7 Milliarden, so die Analysten.

Während die Dividende für 2025 von 7,70 Franken in etwa den Erwartungen entsprach, stehe für die Anleger das angestrebte Wachstum der Ausschüttung im Zentrum, stellt auch UBS-Experte Nasib Ahmed fest. Die von Helvetia Baloise angekündigte Steigerung impliziere eine Dividende von 11,55 Franken im Jahr 2029, rechnet er vor.

Offenbar wolle sich die Helvetia Baloise als attraktiver Dividendenwert in der Schweizer Versicherungsindustrie positionieren, stellt Vontobel-Experte Matteo Lindauer fest. Entsprechend dürfte der klare Fokus bei dem am Nachmittag stattfindenden Kapitalmarkttag darauf liegen, wie der neue Versicherungskonzern diese ehrgeizigen Ziele erreichen wolle.

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(AWP)