Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.
Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanons, hiess es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.
Behörden: Mehr als eine Million Menschen im Libanon vertrieben
Am Nachmittag sprach die israelische Armee von Erkenntnissen über breite Vorbereitungen der Hisbollah für Raketenangriffe auf Israel «in den kommenden Stunden». Das israelische Luftverteidigungssystem wie auch die an der Grenze stationierten Soldaten seien in Alarmbereitschaft und auch vorbereitet, offensiv vorzugehen, hiess es.
Im Libanon wurden nach Behördenangaben bereits mehr als eine Million Menschen vertrieben. Knapp 900 Menschen wurden demnach durch die israelischen Angriffe getötet.
Ein israelischer Militärsprecher hatte am Montagabend angekündigt, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Nach israelischen Medienberichten hat sich eine weitere Division den Truppen angeschlossen. Eine Division besteht in der Regel aus 10.000 bis 15.000 Soldatinnen und Soldaten./le/DP/men
(AWP)
