Die japanische Atomaufsicht hatte am Freitag grünes Licht für die umstrittene Einleitung von aufbereitetem Kühlwasser gegeben. Der Betreiber des havarierten Kernkraftwerks, Tepco, erhielt die entsprechende Bescheinigung, dass die Anlagen die Inspektionen bestanden haben. Zuvor hatte schon die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zugestimmt. Einen genauen Termin für die Einleitung gibt es noch nicht.

Vor Hongkong hatte bereits in der vergangenen Woche die chinesische Zentralregierung in Peking angekündigt, ihre Einfuhrbestimmungen für japanische Lebensmittel verschärfen zu wollen. Wie die chinesische Zollbehörde mitteilte, soll vor allem die Kontrolle der importierten Lebensmittel verstärkt werden. Zudem werde das bestehende Importverbot für Lebensmittel aus zehn japanischen Präfekturen, darunter Fukushima, aufrechterhalten.

Japans Schwellenwert bezüglich der Freisetzung von Tritium beträgt nach Angaben der Regierung weniger als 22 Billionen Becquerel pro Jahr, was weitaus strenger sei als in anderen Ländern, einschliesslich der beiden Nachbarländer China und Südkorea. So habe im Jahr 2021 das chinesische Kernkraftwerk Yangjiang rund 112 Billionen Becquerel Tritium freigesetzt, während das Kraftwerk Kori in Südkorea rund 49 Billionen Becquerel des radioaktiven Materials freigesetzt habe./jpt/DP/ngu