Es ist der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April. Israels Militär hatte am frühen Morgen mitgeteilt, dass eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden sei. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Die Huthi haben im laufenden Iran-Krieg Angriffe mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf Israel für sich beansprucht.
«Unerschütterliche Solidarität» mit Teheran
Die Huthi-Miliz im Jemen ist neben der Hisbollah im Libanon der wichtigste nicht staatliche Verbündete des Irans. Sie hatte im Krieg die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran angekündigt. Huthi-Funktionäre verbreiteten heute erneut die iranische Strategie von einer «gemeinsamen Front» gegen die USA und Israel als einzig mögliche Wahl für die Miliz. Nach dieser Strategie arbeiten die vom Iran unterstützten bewaffneten Gruppen, bekannt als sogenannte «Achse des Widerstands», im Jemen, im Libanon, im Irak und in den Palästinensergebieten zusammen.
Die Huthi kontrollieren vom Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab und damit die Einfahrt zum Roten Meer und zum weiter nördlich gelegenen Suezkanal. Diese Route verbindet Europa und Asien und zählt zusammen mit der derzeit weitgehend blockierten Strasse von Hormus zu den wichtigsten Seewegen zum Transport von Öl. An ihrer schmalsten Stelle ist der Bab al-Mandab nur etwa 30 Kilometer breit.
Die Huthi haben bereits in vergangenen Wochen mit neuen Angriffen auf die Meerenge gedroht. Ab 2023 hatte die Miliz mit Hunderten Angriffen im Roten Meer und im Golf von Aden den Welthandel bereits massiv beeinträchtigt. Sie begründete diese Angriffe als Reaktion auf Israels Vorgehen im Gazastreifen./jot/DP/zb
(AWP)
