Die höhere Prognose für 2026 erklärten die Experten der IEA unter anderem mit einer stärkeren Nachfrage nach Öl für Betriebe der petrochemischen Industrie. Insgesamt sei mit einer globalen Nachfrage von durchschnittlich rund 105 Millionen Barrel pro Tag zu rechnen. Wie aus dem Monatsbericht weiter hervorgeht, war das globale Angebot auf dem Weltmarkt zuletzt aber deutlich höher. Es lag demnach im Dezember bei durchschnittlich mehr als 107 Millionen Barrel pro Tag.
Solange es nicht «zu erheblichen und anhaltenden Produktionsausfällen kommt» und die OPEC+ an ihrer aktuellen Förderpolitik festhält, dürfte das globale Ölangebot im Jahr 2026 um durchschnittlich weitere 2,5 Millionen Barrel pro Tag steigen, schreiben die IEA-Experten.
Die IEA hatte in den vergangenen Monaten mehrfach vor einem Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt in diesem Jahr gewarnt. Seit Anfang 2025 habe es beim Angebot an Rohöl «ein robustes Wachstum» gegeben, heisst es weiter in dem Monatsbericht. Als eine Ursache wird auf die Aufhebung von Förderkürzungen durch den Ölverbunds Opec+ verwiesen. Allerdings hätten auch Länder ausserhalb der Opec+ mit steigenden Fördermengen massgeblich zum Überangebot beigetragen./jkr/jsl/mis
(AWP)
