Die IEA vermutet, dass die Versorgungsausfälle ohne eine rasche Wiederaufnahme des Verkehrsflusses weiter zunehmen. Für den März rechnet die IEA mit einer um acht Millionen Barrel pro Tag niedrigeren Ölversorgung weltweit. Die Organisation geht von einer täglichen Rohöl-Nachfrage von gut 100 Millionen Barrel aus.
Strasse von Hormus zentral - auch geringere Nachfrage erwartet
Die IEA nennt vor allem den einbrechenden Verkehr durch die Strasse von Hormus als Grund für die Engpässe. Vor dem Krieg seien täglich etwa 20 Millionen Barrel Öl durch die Meeresenge transportiert worden. Nun sei es nur mehr ein Rinnsal. Die Möglichkeiten, die Wasserstrasse zu umgehen, seien eingeschränkt. Speicher füllten sich, sodass die Golfstaaten die Produktion runterführen. Teils würden die Kürzungen durch eine höhere Produktion anderswo ausgeglichen, etwa in Kasachstan und Russland.
Allerdings rechnet die IEA auch damit, dass die Nachfrage nach Öl im März und April weltweit etwa eine Million Barrel pro Tag niedriger liegen wird als bisher angenommen. Als Gründe nennt die in Paris ansässige Organisation massenhafte Flugstreichungen in den Nahen und Mittleren Osten und Störungen bei der Versorgung mit Flüssiggas./rbo/DP/jha
(AWP)
