Die verfügbaren kommerziellen Lagerbestände schrumpften weiter und die Arbeit der Raffinerien sowie das Produktangebot hätten nicht im gleichen Masse zugenommen wie die Rohöllieferungen, erklärte der IEA-Chef. Das bedeute, dass die Märkte für raffinierte Ölprodukte, darunter Diesel und Benzin, deutlich angespannter seien als die für Rohöl.
Dabei profitierten die Rohölmärkte von verstärkten Lieferungen von Produzenten aus der Golfregion wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate, die über alternative Routen zur Strasse von Hormus exportierten und gewisse Mengen weiter durch die Meerenge verschifften. Ausserdem hätten Ölproduzenten insbesondere in den USA, Brasilien, Venezuela und Kasachstan ihre Exporte erhöht und damit einen Teil der Versorgungsausfälle aus der Golfregion ausgeglichen. Auf der Nachfrageseite habe China die Märkte stabilisiert, indem es seine Rohölimporte reduziert habe.
«Die IEA vertritt weiterhin die Auffassung, dass eine Lösung des anhaltenden Konflikts, die eine vollständige und bedingungslose Wiederöffnung der Strasse von Hormus beinhaltet, unerlässlich ist, um eine weitere Verschlechterung der globalen Energiesicherheit zu vermeiden», sagte der IEA-Direktor. Unterdessen sorgten die vereinbarten Freigaben von Notvorräten durch die IEA-Mitgliedsländer weiterhin für eine erhebliche Entlastung der Märkte./evs/DP/jkr
(AWP)
