Vor allem die aktuelle Lage wird inzwischen wieder relativ solide eingeschätzt. Sie stieg den dritten Monat in Folge und liegt nun mit minus 2,9 Punkten nur noch minimal im negativen Bereich. Es ist zudem der höchste Wert seit 2024. Doch auch die Geschäftserwartungen, die im Mai noch auf ein Mehrjahrestief gefallen waren, stiegen deutlich. Mit minus 31,5 Punkten sind sie allerdings noch immer schlecht.

Nahostkonflikt hat grossen Einfluss

«Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie profitiert von leichten Rückgängen bei den Preisen für Energie und einzelnen Vorprodukten nach der sich abzeichnenden Entspannung im Nahostkonflikt», sagt Wolf.

Andererseits hat der Konflikt im Nahen Osten der Brache als Sondereffekt auch geholfen: Aufgrund von Lieferausfällen aus dem Nahen Osten und dem besonders betroffenen Asien verlagert sich die Nachfrage nach chemischen Produkten zu deutschen und europäischen Herstellern. So stieg der Auftragseingang und die Produktion stabilisierte sich. Zudem hoffen die Unternehmen auf mehr Exporte./ruc/DP/jha

(AWP)