Demnach stammten die Abfälle aus den 1960er- und 1970er-Jahren und seien vom früheren Eigentümer Vittel abgelagert worden.

Nestlé habe beim Kauf 1992 keine Kenntnis gehabt und erst 2014 davon erfahren, betonten die Verteidiger am Freitag. Der Konzern habe die Deponien weder betrieben noch bewirtschaftet, zentrale Anklagepunkte seien daher unbegründet. Auch eine Verschmutzung von Böden und Gewässern mit Mikroplastik sei nicht nachgewiesen worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte tags zuvor die Höchststrafe von 750'000 Euro sowie die Sanierung der Standorte gefordert. Zudem wurde eine Vertagung für zusätzliche Analysen angeregt. Nach der Annullierung wichtiger Beweise liegen dem Gericht derzeit nur von Nestlé in Auftrag gegebene Untersuchungen vor.

(AWP)