Gemäss der landwirtschaftlichen Strukturerhebung setzte sich der bereits in den vergangenen Jahren beobachtete Wandel in der Schweizer Landwirtschaft fort. 2025 wurden 46'270 Landwirtschaftsbetriebe gezählt - 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Nutzfläche um 0,4 auf 22,5 Hektare angewachsen.
Das zeigt sich auch in der Tatsache, dass die Anzahl der grösseren Betriebe um 1,4 Prozent zunahm, diejenige kleinerer Betriebe mit einer Fläche von unter 30 Hektaren um 2,7 Prozent zurückging.
Dasselbe Bild zeigt sich gemäss Strukturerhebung bei den Biobetrieben. Auch hier hat die Zahl der Betriebe erstmals seit 2022 um 0,9 auf 7819 abgenommen, die durchschnittliche Nutzfläche aber auf 24,6 Hektare zugenommen.
Weniger Bäuerinnen und Bauern
Um 1,5 Prozent auf 145'600 verringert hat sich die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Gleichzeitig nahm der Frauenanteil zu. 8,1 Prozent der Betriebe wurden gemäss Strukturerhebung 2025 von Frauen geleitet. Zehn Jahre zuvor waren es noch 5,4 Prozent gewesen.
Um 0,6 Prozent auf 524'400 Tiere zurück ging 2025 der Bestand an Milchkühen. Dies als Folge internationaler Spannungen und einer Überproduktion, wie es hiess. In den letzten zehn Jahren ist der Bestand an Milchkühen um 10 Prozent geschrumpft.
Erneut zurück entwickelte sich auch der Schweinebestand. 2025 waren es noch knapp 1,26 Millionen Tiere. Die biologische Schweinehaltung ist mit einem Anteil von 2,8 Prozent gering.
Gleichzeitig hat die Anzahl an Geflügeln stark zugenommen. So wuchs der Bestand an Legehennen um 1,9 Prozent und derjenigen an Mastpoulets um 2,2 Prozent an - ein Aufwärtstrend, der sich seit vielen Jahren beobachten lässt. Insgesamt wurden 2025 13,4 Millionen Hühner und Mastpoulets gehalten. Ein Fünftel der Mastpoulets wurde unter dem Biolabel aufgezogen.
Der Gemüsebau floriert
Mit einem Plus von 5 Prozent auf 13'400 Hektare hat die Anbaufläche für Gemüsebau gemäss Mitteilung zugenommen - besonders stark in den Kantonen Aargau, Bern und Zürich. Zugenommen hat auch die Anbaufläche für Getreide, nämlich um 2 Prozent auf 139'000 Hektare. Besonders stark war die Zunahme der Anbauflächen für Dinkel und Roggen, während diejenige für Weizen stagnierte und weniger Gerste angebaut wurde.
Beim Zuckerrübenanbau setzte sich der Aufwärtstrend mit einem Plus um 4,5 Prozent auf eine Anbaufläche von 17'500 Hektaren fort. Um fast 24 Prozent besonders stark nahm hier der biologische Anbau zu. Die Fläche für den Kartoffelanbau betrug gemäss Mitteilung seit 2018 erstmals mehr als 11'000 Hektare.
(AWP)
