So dürften sich auf dem Wohnungsmarkt die Ungleichgewichte verschärfen, schreibt die Immobilienberatungsfirma am Donnerstag. Denn der Nettozuwachs an Wohnungen habe sich im Jahr 2025 weiter verringert. Und im ersten Quartal sei das Angebot an Mietwohnungen zwar stabil geblieben, die gleichzeitig weiter robuste Nachfrage verschärfe allerdings das Ungleichgewicht am Markt weiter. Besonders angespannt sei dabei die Lage in der Zentralschweiz, in Genf und in Graubünden.
Immerhin zeige sich beim Mietwachstum eine Abschwächung. So stagnierten die Altbestandsmieten im ersten Jahresviertel, und die Angebotsmieten stiegen noch um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für 2026 wird auch durch den gesunkenen Referenzzinssatz ein Rückgang bei den Bestandesieten von 0,8 Prozent erwartet, die Angebotsmieten dürften nur noch moderat steigen.
Wohneigentum mit robuster Dynamik
Beim Wohneigentum habe sich indes der Preisauftrieb auch im ersten Quartal fortgesetzt. So seien Eigentumswohnungen um 4,5 Prozent teurer geworden, die Preise für Einfamilienhäuser stiegen um 4,3 Prozent. Dabei habe sich die Abweichung zum fundamentalen Wert leicht vergrössert, bleibe aber begrenzt, hiess es.
Eine besonders ausgeprägte Preisdynamik zeige sich in Graubünden und in der Zentralschweiz, während das Tessin und der Jura weitgehend stagnierende Preise aufweise, so Wüest Partner weiter.
Insgesamt dürfte die Bautätigkeit kurzfristig kaum spürbar zunehmen, so dass die Preise für Wohneigentum auch 2026 weiter zulegen sollten. Die Experten veranschlagen für Eigentumswohnungen eine Zunahme von 3,5 Prozent, für Einfamilienhäuser von 3,3 Prozent.
dm/to
(AWP)
