«Wir sind für die nächsten Jahre zuversichtlich, weil unsere Kompetenzen nachgefragt werden», sagte CEO Jens Vollmar in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Online-Plattform «Cash». Konkret will sich Implenia auf Bereiche konzentrieren, die ein hohes Wachstum versprechen.

Sowohl für die Schweiz als auch für Deutschland sei der Marktausblick positiv, hiess es weiter. Dabei entfalle die Hälfte des Umsatzes auf den Heimmarkt und die Hälfte des Auslandgeschäfts wiederum auf Deutschland.

«Die Aufträge werden nicht nach dem Umsatzpotenzial, sondern nach der Profitabilität akquiriert», sagte Vollmar zur Aktivität in Deutschland. Bei Projekten mit einer zu hohen Preissensibilität im Hoch- wie im Tiefbau wolle sich Implenia «nicht die Finger verbrennen».

Weniger preissensitiv sei der Hochbau mit Immobilien in Bereichen wie Gesundheitswesen, Datacenter oder Labors. Allerdings seien auch in der öffentlichen Beschaffung im Tiefbau «Ausschreibungsmodelle auf dem Vormarsch, die das Zuschlagskriterium 'Preis' deutlich weniger stark gewichten». 

Nur indirekt von Iran-Krieg betroffen

Vom Iran-Krieg sei der Konzern derweil nicht direkt betroffen. «Für daraus entstehende Inflationsrisiken haben wir vorgesorgt und entsprechende Massnahmen getroffen», sagte der CEO.

Falls es wegen einer weiteren Eskalation im Nahen Osten aber zu einer Rezession kommt, würde sich das laut ihm vor allem im Hochbau spürbar machen. «Dieser Bereich ist anfälliger für konjunkturelle Schwankungen.» Im Tiefbau habe man hingegen mehrheitlich öffentliche Kunden, die auch in schwierigen Zeiten weiter investieren würden.

ls/tp

(AWP)