Wenige Tage zuvor mussten bereits mehrere Nichtregierungsorganisationen ihre Tätigkeit wegen angeblicher Verstösse gegen nationale Interessen einschränken. Unter ihnen sind eine Journalistenorganisation, eine Organisation für Wahlmonitoring und Menschenrechtsgruppen.
Bei der Wahl bewirbt sich Ugandas 81-jähriger Präsident Yoweri Museveni um eine siebte Amtszeit. Er steht seit 1986 an der Spitze des Landes. Unter den acht Kandidaten gilt der ehemalige Musiker Robert Kyagulanyi, besser bekannt unter seinem Bühnennamen Bobi Wine aus aussichtsreichster Konkurrent Musevenis. Er ist vor allem bei der Jugend beliebt. Im Wahlkampf erlebte er allerdings zahlreiche Einschränkungen. Wiederholt verhinderten Sicherheitskräfte Wahlveranstaltungen oder lösten sie unter Einsatz von Tränengas auf, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte.
«Die Polizei und das Militär haben Menschen zusammengeschlagen, die auf der Strasse standen, um Oppositionskandidaten zuzuwinken», sagte die ugandische Menschenrechtsaktivistin Agather Atuhaire vor Journalisten in Nairobi. «Diese Wahl ist weder fair noch frei. Menschen haben Angst, wählen zu gehen.»/czy/fm/DP/mis
(AWP)
