Wegen der faktischen Blockade des Seewegs versuchen die Länder mit Zugang zum Persischen Golf seit Monaten, Öl und Erdölerzeugnisse anders an den Weltmarkt zu bringen. Dabei sind mehrere alte und neue Pipelines aus der Region zum Roten Meer und zum Mittelmeer in Betrieb oder in Planung.

Der Irak ist stark abhängig vom Ölgeschäft. Die Exporte machen in normalen Zeiten mehr als 90 Prozent der staatlichen Einnahmen aus. Zusammen mit der Türkei, über die Pipelines führen, ist Syrien zu einem wichtigen Knotenpunkt geworden. Die Route auf dem Landweg aus dem Irak über das benachbarte Syrien ist teurer und logistisch umständlicher als der Seeweg - und auch gefährlich mit Blick auf mögliche Anschläge und Überfälle auf Fahrer.

Syrien habe auch eine wichtige Rolle beim Pipeline-Transport. «Nicht unbedingt als Alternative zur Strasse von Hormus aber als wichtiger Transitkorridor für Energieversorgung von den Golfstaaten und dem Irak zu internationalen Märkten», sagte Kubbadschi. «Wir wollen niemandem die Rolle streitig machen. Vielmehr versuchen wir, Syriens natürliche Rolle wiederherzustellen.»

In Syrien tobte 13 Jahre lang ein Bürgerkrieg, der erst mit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 endete./jot/DP/jha

(AWP)