Der April war der erste Monat, in dem sich die Preissteigerungen an den Weltmärkten infolge des Iran-Kriegs voll bemerkbar machten. Moskau ist ein Verbündeter Teherans, mischt sich aber nicht offen militärisch in den Konflikt Irans mit den USA und Israel ein. Russland ist dabei einer der Hauptprofiteure von der Krise im Nahen Osten.
Allerdings kommt der Geldregen nicht uneingeschränkt im Haushalt an. So gab die Regierung die Hälfte der Öleinnahmen an die russische Petrolindustrie zurück. Die Konzerne sollten damit einerseits die Preissteigerungen im Land für Benzin und Diesel dämpfen und andererseits ihre Raffinerien modernisieren und reparieren. Die Ölindustrie ist eine wichtige Einnahmequelle des Kremls für seinen Krieg gegen die Ukraine. Kiew zielt mit seinen Drohnenangriffen daher neben Militäranlagen bewusst auf Raffinerien, Öllager und Terminals, um diese Einnahmen zu schmälern./bal/DP/jha
(AWP)
