Zur Lage im Nahen Osten schrieb Jørgensen, die Angriffe auf Energieinfrastruktur wirkten sich erheblich auf die globalen Öl- und Gasmärkte aus. Jüngste Entwicklungen deuteten darauf hin, dass es länger dauern könnte, bis die Flüssigerdgas-Produktion Katars wieder das vor der Krise bekannte Niveau erreicht.
Jørgensen: EU ist besser vorbereitet als 2022
Die Versorgungssicherheit in der Europäischen Union beschrieb Jørgensen dennoch als derzeit vergleichsweise wenig gefährdet. Grund seien die begrenzte Abhängigkeit von Importen aus der Konfliktregion und LNG-Lieferungen, die die Strasse von Hormus schon vor dem Kriegsausbruch durchquert hatten, heisst es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Insgesamt sei man auch wegen koordinierter Diversifizierungsanstrengungen und des beschleunigten Ausbaus heimischer Energiequellen deutlich besser auf Krisen vorbereitet als noch 2022. Damals war es nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu Versorgungsengpässen und massiven Preisanstiegen gekommen.
Um einer Wiederholung der Situation vorzubeugen und eine ausreichende Versorgung der Haushalte und Unternehmen während des Winters zu gewährleisten, wurden dann verbindliche Füllziele für Gasspeicher eingeführt./aha/DP/nas
(AWP)
