Einen konkreten Zeitrahmen nannte Dschahangir nicht. Mitte April hatte die iranische Gerichtsmedizin bereits als endgültig bezeichnete, etwas niedrigere Zahlen (3375) veröffentlicht. Damals hiess es, unter den Toten seien 496 Frauen sowie 383 Kinder und Minderjährige. Den neuen Angaben nach wurden 517 Frauen getötet, Zahlen zu Kindern und Minderjährigen wurden nicht mitgeteilt. Im April hiess es, die meisten Opfer habe es in der Hauptstadt Teheran, in der Stadt Isfahan im Zentrum des Landes sowie in der Küstenprovinz Hormusgan gegeben.

Die tatsächliche Zahl der Toten könnte deutlich höher liegen. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen berichtete im April, dass mindestens 7650 Menschen ums Leben gekommen seien, darunter 1030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen nicht.

Die USA und Israel griffen den Iran am 28. Februar an. Die Attacken richteten sich vor allem gegen Raketen- sowie Luftabwehrstellungen, Militärstrukturen, die politische Führung und Einrichtungen des iranischen Atomprogramms. Teheran meldete aber auch Angriffe auf zivile Einrichtungen. Seit 8. April herrscht in dem Konflikt eine Waffenruhe, die vereinzelt gebrochen wurde./mar/DP/nas

(AWP)