Araghtschi bestätigte damit am Rande des Aussenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen.

Das iranische Atomprogramm ist umstritten. Die USA, Israel und westliche Staaten werfen der Führung in Teheran vor, nach Atomwaffen zu streben. Der Iran weist dies zurück. Mit Sorge blickt der Westen insbesondere auf die Bestände von rund 440 Kilogramm Uran, das im Iran auf 60 Prozent angereichert wurde und bei weiterer Anreicherung zum Bau mehrerer Atomwaffen ausreichen könnte.

Bereits vor dem Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten, verhandelten Vertreter aus Washington und Teheran über den Verbleib des hochangereicherten Materials. US-Präsident Donald Trump drängt darauf, das Uran ausser Landes zu bringen. Berichten zufolge war auch eine Verdünnung des Materials im Gespräch, an die Teheran jedoch Bedingungen knüpfte. Das Uran soll in einer der unterirdischen iranischen Atomanlagen liegen, die bereits im Sommer 2025 bombardiert worden waren./arb/DP/nas

(AWP)